Bernd Meckler wird Ehrenbereitschaftsleiter

Die BKR Bereitschaft Gunzenhausen hielt dieses Jahr zum dritten Mal in Folge den Neujahresempfang an ihrem ersten Ausbildungsabend des Jahres ab. Diese Tradition hat sich beim 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2016 gebildet und wird nun von den Mitgliedern mit Begeisterung gepflegt. Ihr Bereitschaftsleiter blickte zurück in das vergangene Jahr, stellte die Statistik vor und bat dann um die Wahl von zwei Vertrauenspersonen. Im Anschluss zeichnete er verschiedene Mitglieder für herausragende Leistungen aus und benannte einige neue Posten. Die Kameradschaftspflege im Anschluss durfte natürlich nicht fehlen, sodass der Abend trotz einem normalen Wochenarbeitstages relativ lang wurde.

Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer konnte neben einer stattlichen Anzahl an Mitgliedern auch Kreisbereitschaftsleiter Michael Hofer sowie den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gunzenhausen, Swen Müller, als Ehrengäste im BRK Haus Gunzenhausen begrüßen.
Hofer sprach den Rotkreuzlern seinen Dank für die Vielzahl der geleisteten Dienste aus. Neben dem Einsatz in der Altmühlstadt seien Gunzenhäuser Sanitäter im vergangenen Jahr auch wieder bei zahlreichen Diensten im gesamten Bereich des Kreisverbandes gefordert gewesen.
Der Kommandant ging in seinem Grußwort auf die die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und BRK und verband sein Lob mit dem Wunsch, dass die Helfer beider Organisationen auch 2018 wieder Hand in Hand arbeiten.

Der Bereitschaftsleiter stellt die Zahlen von 2017 vor. Diese zeigen wieder eine Steigerung der ehrenamtlichen Arbeit.

Im Jahresbericht des Bereitschaftsleiters fanden sich viele verschiedene Termine und Veranstaltungen. Hervorgehoben wurde das Austausch- und Trainingswochenende mit der Bereitschaft Zeil am Main, welche mit den Kameraden befreundet ist. 2017 waren die Kollegen aus Unterfranken nach Gunzenhausen gekommen und erlebten ein abwechslungsreiches Wochenende. Die Planungen für das jetzige Jahr liefen schon an und werden in Kürze an die Mitglieder weitergegeben. Ein weiteres Highlight bildete die BR Radltour im Juli, da die Abendveranstaltungen von den Sanitätern abgesichert werden musste. Diese Aufgabe war keine Einfache betonte der Bereitschaftsleiter: „Ein Dienst, an dem wir echt zu Beißen hatten und trotzdem haben wir ihn gut über die Bühne gebracht!“ Bei insgesamt 80 Sanitätsdiensten leisteten die Ehrenamtlichen Dienst, davon waren 39 nicht im eigenen Einsatzgebiet. „Ich finde allein diese Zahl schon atemberaubend!“, schwärmte Pfeifer.

Er nannte auch noch weitere Zahlen: Insgesamt wurden die Kameraden 20-mal alarmiert, das ist eine kleine Steigerung zum Vorjahr. Auch gestiegen ist die Zahl der Schichten, die im Rettungsdienst geleistet werden: 455 an der Zahl. Auch dies stellt eine Steigerung dar, genau gesagt 40%. In der Summe haben die ehrenamtlichen Sanitäter 20% mehr geleistet, dies sieht man an den Helferstunden, die insgesamt 13.323 Stunden betragen. Der Leiter der örtlichen Rotkreuzgemeinschaft wurde nicht müde, sich bei seinen Helfern für deren großartiges Engagement zu bedanken. „Genauso muss es weiter gehen“, so Pfeifer.
Bei seinem Ausblick auf das kommende Jahr verwies er auf die Veranstaltungen, die jedes Jahr abzusichern sind. Begonnen bei der Mega-Power-Party in Unterwurmbach an Ostern, über die Großveranstaltung „See in Flammen“ bis hin zur Kirchweih Gunzenhausen hat die Bereitschaft wieder viel zu tun. Auch die Dienste, die Überregional zu leisten sind, werden bestimmt nicht auf sich Warten lassen. Hinzu kommen wieder viele Ausbildungen und Lehrgänge. Auch die interne Struktur mit Fachbereichen soll weiter ausgebaut und gefestigt werden. „Langeweile kann dabei auf jeden Fall nicht aufkommen!“, scherzte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Günter Albrecht.

Im Anschluss bat Paul Pfeifer um die Wahl von zwei Vertrauenspersonen, da diese in der Einheit noch fehlten. Nach einer kurzen Beratung der aktiven Mitglieder wurden die Kameraden Sabrina Schulten-Wörl und Daniel Ottillinger einstimmig gewählt. Sie sollen für die Kameraden in den unterschiedlichsten Situationen ein Ansprechpartner sein und dann bei der Lösung unterstützend tätig werden.
Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen und Benennungen. Zu Beginn wurden drei Helfer für langjährige Dienstzeit geehrt: Manfred Strauß gehört dem BRK seit 40 Jahren an, Georg Schwarz und Friedrich Ehemann können auf 45 Jahre im Dienst des Roten Kreuzes zurückblicken. Hierzu sprachen Hofer, Pfeifer und Albrecht den Jubilaren ihre Anerkennung aus.
Des Weiteren gab es für zwei Mitglieder die „Henry Dunant Medaille“, welche für besondere Leistungen verliehen wird.

Günter Albrecht bekam die Ehrung für seine Arbeit beim Blutspenden. „Günter organisiert seit fünf Jahren ohne Pause die monatlichen Blutspendetermine und das zuverlässig, wie ein Uhrwerk“, so der Bereitschaftsleiter. Der Standort Gunzenhausen ist bei den hauptamtlichen Teams des Blutspendedienstes, welche die Entnahme durchführen, sehr beliebt und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Auch die ehrenamtlichen Helfer, die diese Veranstaltung dann möglich machen, lassen nichts auf ihren „Chef“ kommen. Die zweite Medaille wurde der Kameradin Sieglinde Kirchhof verliehen. Sie ist seit vielen Jahren für die Organisation und Durchführung der Seniorennachmittage verantwortlich, welche jeweils am letzten Mittwoch im Monat stattfinden. „Hier leistet Sieglinde Kirchhof einen unverzichtbaren und zuverlässigen Dienst“, befand Pfeifer. Beide Rotkreuzler bildeten Vorbildfunktionen ab, so wie man es sich nur wünsche könne.

Von Links nach Rechts: Günter Albrecht (Henry Dunant Medaille), KBL Michael Hofer, Florian Schuster, BL Paul Pfeifer, Thomas Geiger, Schwarz Georg (45 Dienstjahre), Manfred Strauß (45 Dienstjahre), Friedrich Ehemann (40 Dienstjahre), Siglinde Kirchhof (Henry Dunant Medaille), Gerald Wiedmann (Helfer mit Fachdienstausbildung)

Pfeifer und sein Stellvertreter Günter Albrecht arbeiten mittlerweile seit fünf Jahren Seite an Seite. Da die Mannschaft immer größer wurde, benannten sie im Laufe ihrer Amtszeit immer wieder verschiedene Führungskräfte. Trotzdem wurde die Arbeit und Verantwortung für sie selbst immer mehr. Um diesem Problem entgegen wirken zu können, benannten die beiden nun zwei ihrer Mitglieder zu „Helfern der Bereitschaftsleitung“. Thomas Geiger und Florian Schuster sollen in Zukunft die Bereitschaftsleitung tatkräftig unterstützen und Arbeit abnehmen. So hoffen die beiden Leiter, dass die Belastung für jeden Einzelnen verkleinert werden kann.
Die letzte Ehrung des Abends wurde mit Spannung angekündigt und war definitiv eine sehr Besondere. Bernd Meckler wurde für seine Dienste als Bereitschaftsleiter in Gunzenhausen zum Ehrenbereitschaftsleiter ernannt. Über mehrere Perioden war er rund 20 Jahre an der Spitze der Gunzenhäuser Sanitäter. Er engagierte sich zusätzlich auf der Bezirks- und Landesebene über mehrere Jahre hinweg. Viele der Kameraden kennen die Zeiten vor Meckler gar nicht mehr und kennen somit auch keinen anderen Bereitschaftsleiter. Dies zeigt, wie gut das Engagement des Kameraden hängen geblieben ist. Der Wachsteiner war sichtlich gerührt über die Auszeichnung und lobte im gleichen Atemzug das Engagement des amtierenden Bereitschaftsleiters.

Beim geselligen Teil des Abends zeigten sich alle zufrieden mit der aktuellen Situation der Einheit, obwohl der Nachwuchs manchmal schon spärlich ist, bemerkten sie. Deshalb kann jeder, der Interesse an der Arbeit des Roten Kreuzes hat unter www.bs-gunzenhausen.de Informationen über diese einholen. Auch Kontaktanfragen werden gerne entgegengenommen.
Wer gleich vorbeikommen möchte, kann jeden letzten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Rotkreuzheim zum Bereitschaftsabend kommen, das nächste Treffen findet am 22. Februar in den Räumlichkeiten an der Albert-Schweitzer-Str. 88 statt.

 

Beitragsbild ganz oben: Der Kamerad Bernd Meckler (3.v.l.) wurde von Paul Pfeifer (ganz rechts) zum Ehrenbereitschaftsleiter ernannt. (Von Links: Günter Albrecht und KBL Michal Hofer)

 

Text Paul Pfeifer / Bilder Thomas Geiger