Sanitäter bereiten sich vor – Personalmangel in der Losbude

Die Ehrenamtlichen vom Bayerischen Roten Kreuz in Gunzenhausen treffen gerade alle Vorkehrungen, die für die Kirchweih in der Altmühlstadt notwendig sind. Das Material wird durchgesehen und überprüft, die Fahrzeuge geputzt und desinfiziert, und die ersten Checklisten geschrieben. Auch der Dienstplan ist bereits erstellt, aber noch lange nicht besetzt. Das ist gar nicht so einfach! Der Sanitätsdienst ist bei den jungen aktiven Mitgliedern kein Problem, allerdings ist der Dienst beim Verkauf von Losen nicht so beliebt. Die Sanitäter beteiligen sich schon sehr umfangreich daran, trotzdem wird der Plan nicht voll.

In ein paar Tagen ist es dann so weit: Die Bürgerinnen und Bürger besuchen fast täglich den Festplatz und feiern gemeinsam in den Bierzelten der Gunzenhäuser Kirchweih. Damit die Festplatz-Stimmung nicht getrübt wird, stehen  jeden Tag ab 14 Uhr die Sanitäter am Ausgang Richtung Park Hotel parat. Sie kümmern sich um jedes Anliegen: Vom Pflaster bis zur Suche nach dem verschwundenen Kind – die Ehrenamtlichen vom Roten Kreuz sind für Sie da und helfen gerne.

Auf der anderen Seite des Weges finden Sie den „Glückshafen“ – eine Losbude für Groß und Klein – und das Ganze natürlich für einen guten Zweck. Der Erlös kommt allen ehrenamtlichen Gliederungen im Kreisverband Südfranken zugute. Gewachsen aus unserer ehrenamtliche Struktur ist der Glückshafen von bayerischen Festplätzen nicht mehr wegzudenken und wird von den Kirchweih-Besuchern gerne besucht. Besetzt wird er von allen ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfern vor Ort.

Trotz großer Beliebtheit der Losbude, ist es für die Verantwortlichen Paul Pfeifer und Günter Albrecht, die Bereitschaftsleiter in Gunzenhausen, nicht einfach den Dienstplan dafür zu füllen. Den generellen Mangel an ehrenamtlichen Helfern spüren auch sie, eine Entwicklung, die sich nicht nur bei uns in der Region, sondern bundesweit schon seit einiger Zeit abzeichnet. Daraus resultiert zum Beispiel, dass die Wasserwacht sich in diesem Jahr nicht mehr so umfangreich beteiligen kann. Vor einigen Jahren musste die Losbude sogar schon einmal geschlossen bleiben. „Dann kamen alle 10 Minuten interessierte Bürger zum Sanitätsdienst und erkundigten sich nach dem Wagen.“, so erinnert sich Pfeifer. „Von einer eigenen ehrenamtlichen Beteiligung war aber leider trotzdem keiner zu überzeugen.“, bemerkte der junge Bereitschaftsleiter etwas enttäuscht. Dabei wäre das Mitmachen relativ einfach: Es sind für den Losverkauf keine Schulungen notwendig sind und auch der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen

Trotzdem hat sich die Bereitschaftsleitung vorgenommen, den „Glückshafen“ weiter zu betreiben, denn der Wagen gehört einfach zur Tradition der Kirchweih Gunzenhausen und nicht wird sicherlich nicht kampflos aufgegeben. „Wir haben schon unsere ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen aus unserem gesamten Kreisverbandsgebiet um Unterstützung gebeten“, so Paul Pfeifer. Er erhofft sich so noch eine Entspannung der Personallage.

„Ohne Sie geht`s nicht!“ Mit diesem Aufruf wendet sich Pfeifer an engagierte Gunzenhäuser Bürgerinnen und Bürger und würde sich sehr über Rückmeldungen freuen. Hier können Sie ganz einfach über ein Kontaktformular Ihre Erreichbarkeit hinterlassen und werden dann von Ihren ehrenamtlichen Ansprechpartnern direkt kontaktiert und beraten.

 

Text und Bild: Paul Pfeifer