Sanitäter sortieren sich neu

Beim traditionellen Neujahresempfang verabschiedeten die Ehrenamtlichen ihren alten Stellvertreter Günter Albrecht und legten die Weichen für eine neue Führungsmannschaft. Gleichzeitig wurden langjährige Mitglieder für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Zwei Mitglieder wurden auch noch extra hervorgehoben: Petra Albrecht, die ihren Mann beim Blutspenden sehr umfangreich unter die Arme greift und Markus Pfahler, der seit mehr als 10 Jahren die Sanitätsdienste organisiert.

Zum traditionellen Jahresauftakt waren nicht nur viele Mitglieder gekommen, auch verschiedene Funktionsträger sind der Einladung vom Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer gefolgt. Allem voran Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, der in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Ehrenamtes betonte. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Bereitschaft und der Stadt Gunzenhausen wurde hier positiv hervorgehoben! Der stellvertretende Vorsitzende Ernst Hofer freute sich, dass er in Gunzenhausen wieder so eine junge und starke Mannschaft antreffen darf. Die konstante Stärke der Gunzenhäuser Sanitäter werde in der Führungseben immer wieder verstärkt wahrgenommen. Der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Gerd Gruber schlug in eine ähnliche Kerbe. Das Ehrenamt in Gunzenhausen ist eine starke Säule des Kreisverbandes Südfranken. Außerdem gebe es im Bereich des Katastrophenschutzes in Zukunft umfangreiche Aufgaben, die nur bewältigt werden können, wenn alle zusammenhelfen. Eine starke Einheit in Gunzenhausen ist hier für die Kreisbereitschaftsleitung besonders wichtig. Die Grußworte vom JRK Gruppenleiter Simon Zischler und vom Feuerwehrkommandant Swen Müller lobten beide eine wunderbare Zusammenarbeit und freuten sich auf ein neues Jahr 2019 mit vielen Möglichkeiten der einheitsübergreifenden Arbeit.

Der Jahresrückblick von Paul Pfeifer gestaltete sich sehr umfangreich. Die BRK Bereitschaft Gunzenhausen leistete verschiedenste Einsätze und organisierte auch umfangreiche Ausbildungen. Hinzu kamen natürlich auch noch die Alarmierungen für Unglücksfälle und Großeinsätze – hiervon war vor allem im Frühjahr eine Häufung zu verzeichnen. Besonders war hier der Maschinenhallenbrand in Büttelbronn, der auch von den Kräften aus Gunzenhausen abgearbeitet wurde. Auch die eingebrochene Person im Altmühlsee im Winter 2018 beschäftigte die Ehrenamtlichen über zwei Tage hinweg. Insgesamt wurden die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr 19-mal Alarmiert, das ist eine kleine Steigerung im Vergleich zum Jahr zuvor. Im Frühsommer wurde dann auch von der ehrenamtlichen Bereitschaft die Umsetzung der DSGVO abgearbeitet. Hier musste der Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit mehrere Tage lang an Homepage und Facebook Auftritt arbeiten, um den gültigen Regeln gerecht zu werden. Im Sommer befand sich die Einheit wieder im Dauereinsatz – Die Sanitätsdienste forderten alle Einsatzkräfte jedes Wochenende. Insgesamt wurden 74 geplante Einsätze abgearbeitet, dabei wurden 623 Patienten behandelt. Damit ist die Bereitschaft Gunzenhausen einer der stärksten Einheiten des Kreisverbandes Südfranken, stellte der Bereitschaftsleiter fest. In Summe leisteten die Helferinnen und Helfer der Bereitschaft Gunzenhausen über 11.000 Stunden – und das komplett ehrenamtlich und unentgeltlich.

Als ein neuer Part der Einheit stellte sich die Bereitschaftsjugend den restlichen Mitgliedern vor. Felix Salomon als Bereitschafsjugendwart erläuterte die Entstehung und ersten Veranstaltungen der eigenen Jugendeinheit. Mehrere Wochen Vorarbeit von Bereitschaftsleitung und ihm waren notwendig, um die Gruppe von wenigen Jugendlichen zu gründen. Zum Jugendsprecher wurde Moritz Mai gewählt, dieser stellte die erste Übung zusammen mit der Jugendfeuerwehr Gunzenhausen vor. Diese wurde bereits im November durchgeführt. Mit dieser Jugendgruppe soll der Übergang vom Jugendrotkreuz in die aktive Mannschaft leichter und einfach gemacht werden. Die Vorbereitung auf den aktiven Einsatzdienst wird auch von ihr übernommen. Salomon zeigte sich optimistisch, dass im kommenden Jahr auch weitere neue Mitglieder dazugewonnen werden können!

v.l.n.r.: Gerd Gruber (Kreisbereitschaftsleiter). Markus Pfahler mit dem Ehrenzeichen der Bereitschaften in Bronze, Paul Pfeifer (Bereitschaftsleiter)

Für 5 Jahre Mitgliedschaft wurden 5 Helferinnen und Helfer ausgezeichnet. Julia Lang, Sabrina Schulten-Wörl, Markus Krippner, Peter Herchenröther und Rüdiger Seehaus haben in diesen 5 Jahren umfangreich im Einsatzdienst mitgewirkt und dafür bedankte sich die Bereitschaftsleitung. Für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde die Kameradin Petra Albrecht ausgezeichnet, außerdem wurde ihr für ihr Engagement beim Blutspenden ein großer Blumenstrauß überreicht. Sie ist hier ein unverzichtbarer Bestandteil geworden und Pfeifer hofft auf weitere Unterstützung in den kommenden Jahren. Gerald Wiedmann wurde von der Bereitschaftsleitung für 35 Jahre geehrt und von Pfeifer besonders hervorgehoben, da man nicht jeden für 35 Jahre ehren darf!

Nachdem verschiedene Mitglieder ihre Ausbildungen abgeschlossen haben, wurden sie deshalb von der Bereitschaftsleitung in ihre Dienstränge benannt. Birgit Buckel, Felix Salomon, Johannes Schäf, Simon Zischler und Maria Weigert wurden zum Helfer mit Fachdienstausbildung benannt. Sie können nun im Sanitätswachdienst einen einzelnen Sanitätstrupp leiten. Um mehrere Sanitätstrupps leiten zu dürfen, benötigt man als Einsatzkraft die Ausbildung zum Gruppenführer. Hierzu benannte Pfeifer die Kameraden Julia Lang, Markus Krippner und Florian Schuster zum Gruppenführer im Sanitätsdienst. Sie werden in Zukunft selbstständig Sanitätsdienste leiten dürfen.

Die Bereitschaft Gunzenhausen wurde vom Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer in verschiedene Fachbereiche unterteilt. Da sich in den letzten Monaten einiges in der internen Organisation getan hatte, wurden von ihm mehrere neue Personen in ihre Funktion berufen. Als stellvertretende Fachbereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit wird sich die Kameradin Birgit Buckel engagieren. Petra Albrecht wird in Zukunft als stellvertretende Fachbereichsleiterin der sozialen Dienste fungieren und der Kamerad Simon Zischler wurde zum stellvertretender Bereitschaftsjugendwart ernannt. Für alle Positionen wünschte der Bereitschaftsleiter viel Erfolg und freut sich schon auf eine umfangreiche Zusammenarbeit.
Herausragend geehrt wurden zwei weitere Helfer. Der Kamerad Markus Pfahler engagierte sich schon seit mehr als 10 Jahren sehr außergewöhnlich für das Rote Kreuz. Zurzeit organisiert er als Fachbereichsleiter Sanitätsdienst alle geplanten Einsätze, was ihn sehr fordert. Hierfür ist er auch für die Bereitschaftsleitung unersetzbar geworden, deshalb verliehen sie ihm das Ehrenzeichen der Bereitschaften in Bronze und bedankten sich so für seine Arbeit und wünschten sich noch viele weitere Jahre von seiner herausragenden Arbeit. Günter Albrecht wurde als scheidender stellvertretender Bereitschaftsleiter ein riesiger Geschenkkorb überreicht. Da er seinem Bereitschaftsleiter sehr ans Herz gewachsen war hat er für ihn den gesamten Inhalt selbst zusammengesucht. Hierfür erläuterte er umfangreich die Zweckbestimmungen und bedankte sich herzlich für die Zusammenarbeit. Der Einheit bleibt Albrecht als Fachbereichsleiter Sozialer Dienst erhalten, er wird sich weiterhin leidenschaftlich um das Blutspenden kümmern.

Überreichung Präsentkorb für stellv. Bereitschaftsleiter

Paul Pfeifer und Felix Salomon überreichen den Geschenkkorb für den scheidenden Bereitschaftsleiter Günter Albrecht – eine herzliche Angelegenheit!

Zum Abschluss der Veranstaltung wagte der Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer einen Blick in das kommende Jahr 2019. Er versprach ein ausführliches Ausbildungsprogramm und setzte sich als Ziel, die Kameraden umfangreich auf die Sanitätsdienste vorbereiten zu wollen. Diese Sanitätsdienste werden auch im kommenden Jahr wieder umfangreich ausfallen. Er kündigte schon mal den Landkreislauf und das Feuerwehrfest in Gräfensteinberg an, welches die Ehrenamtlichen fordern wird. Auch alle gewohnten Veranstaltungen wie See in Flammen oder Kirchweih werfen jetzt schon ihre Schatten voraus. Er hofft hier wieder auf die Unterstützung der Mannschaft und freut sich auf tolle kameradschaftliche Dienste. Insgesamt möchte er mehr Blickpunkte auf die Kameradschaft legen, wie das genau aussehen soll, konnte er noch nicht sagen. Beim anschließenden kalten Buffet, welches die Mitglieder selbst zusammengestellt haben, wurde bereits ein kameradschaftlicher Abend abgehalten.